Das Ehrenzeichen des Landes Kärnten für besondere Verdienste wurde im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung an Friedhelm Jasbinschek verliehen. Die Ehrung erfolgte durch LH Peter Kaiser, LHStvin Gaby Schaunig, LHStv Martin Gruber und LR Daniel Fellner, welche in der Laudatio das Engagement des Ausgezeichneten würdigten für die Erhaltung eines traditionellen tierischen Kärntner Kulturgutes, dem Kärntner Brillenschaf. Ohne dem persönlichen Einsatz und unermüdliche Überzeugungsarbeit wäre diese heimische Schafrasse beinahe ausgestorben und somit ein wertvoller Teil der Kärntner Artenvielfalt unwiederbringlich verschwunden. Mitte der 1980er Jahre begab man sich auf die mühevolle Suche nach Restbeständen dieser alten Kärntner Schafasse, 17 weibliche und 6 männliche Tiere wurden unter schwierigsten Umständen gefunden und die Erhaltungszucht konnte gestartet werden. Zum intensiveren Austausch unter den Züchter:innen wurde 1995 der Verein der Kärntner Brillenschafzüchter Alpen-Adria gegründet und darauffolgend das grenzüberschreitende Interreg-Projektes „Kärntner Brillenschafzucht ohne Grenzen“ mit Slowenien. Die Idee einer bundesweiten, jährlich stattfindenden Zentralkörung und Versteigerung zur besseren Vernetzung unter den Züchter:innen und einem entsprechenden Zuchttiervergleich entstammte aus der Feder von Friedhelm Jasbinschek, diese wurde erstmals 1991 durchgeführt und 2024 ohne Unterbrechung zum bereits 34. Mal abgehalten und ist somit ein absolutes Vorzeigeprojekt im gesamten Bundesgebiet im Bereich Erhaltung genetischer Vielfalt. Zudem ist es gelungen, Begeisterung zur Zucht und Erhaltung dieser heimischen Schafrasse zu entfachen, ebenso war man darauf bedacht, das Kärntner Brillenschaf im Einklang mit den Prinzipien der Biodiversität in die Wirtschaftlichkeit zu führen. Der Bekanntheitsgrad des Kärntner Brillenschafes konnte weit über die Grenzen hinaus gesteigert werden und ist somit ein tierischer Werbeträger für das Bundesland Kärnten. Diese Visionen sind zugleich auch ein beständiger Auftrag, dass Kärntner Brillenschaf den zukünftigen Generationen in lebendiger Weise nahe zu bringen und als wertvollen, unverzichtbaren Bestandteil unserer heimischen Kulturlandschaft zu sehen.